Augmented Reality

Mit dem GeoGebra 3D Grafikrechner lassen sich Visualisierungen abstrakter Strukturen modellieren und mithilfe der App auf einem Smartphone oder Tablet als virtuelle Objekte in den realen Raum platzieren.

Augmented Reality-Experimente

Als Augmented Reality-Experimente wird die Erweiterung klassischer Experimente (realer Objekte im realen Raum) mit idealisierten Modelldarstellungen (virtuellen Inhalten) bezeichnet, die sich an die realen Gegebenheiten anpassen lassen. [1]

Verwendete Apps: 

Voraussetzungen: 


Zugang zu den Modellen:

  • Eine Vorschau der 3D-Modelle im Browser ist über die Links auf dieser Seite möglich.
  • In der App lassen sich die Modelle über die  Eingabe der ID in der Suche öffnen.

Durchführung von AR-Experimenten im Video

Nach dem Wechsel vom 3D- in den AR-Modus, wird das Mobilgerät langsam bewegt, um die Tischfläche zu erkennen. Mit zwei Fingern wird eine konstruierte Spiegelebene am realen Spiegel ausgerichtet. Mit einem Finger wird der Punkt O auf die Münze vor dem Spiegel verschoben. Das Spiegelbild der Münze befindet sich an der Stelle, an der sich auch der modellierte Spiegelpunkt befindet.

Eine konstruierte Halbkreisscheibe wird über die reale geschoben und an ihr ausgerichtet. Mit Schiebereglern werden Einfallswinkel und Eintrittsstelle im Modell an die realen Gegebenheiten angepasst. Der virtuelle Lichtweg stimmt mit dem realen überein, wenn ein Brechungsindex von 1,49 eingestellt wird. Das entspricht ungefähr dem Literaturwert des verwendeten optischen Mediums.

In einem Stromkreis wird das elektrische Potential entlang eines stromdurchflossenen Leiters mit einem Farbverlauf dargestellt. Das Potential an einem Ende des Leiters ist negativ (blau), an dem anderen positiv (rot) und in der Mitte null (weiß). Die abgegriffene Spannung wird als Potentialunterschied zwischen zwei Punkten des Leiters angezeigt und im Experiment überprüft. Die Ausgangsspannung muss allerdings höher eingestellt werden, da die Zuleitungen bereits einen merklichen Widerstand haben.

Publikationen zu AR-Experimenten

Physik in unserer Zeit, 50(5), 254–255

Elektrostatische Potentiale und Felder im GeoGebra 3D Grafikrechner

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Die mathematische Darstellung einer räumlichen Verteilung physikalischer Größen ist für viele Anwendungen unerlässlich. Mithilfe der App GeoGebra 3D Grafikrechner lassen sich Visualisierungen dieser abstrakten Strukturen modellieren und in Augmented Reality betrachten.

DOI: 10.1002/piuz.201970513

GDCP-Jahrestagung 2019 in Wien

Einsatz und Evaluation eines Augmented Reality-Experiments zur Optik

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In AR-Experimenten erweitern virtuelle Inhalte realen Strukturen dort, wo nicht beobachtbare Elemente zum Verständnis des Experiments beitragen und den Vergleich von Modell und Realität erleichtern. Im Rahmen einer explorativen Studie wurde mithilfe von Bildschirmvideos untersucht, wie das Lernen mit AR-Experimenten verläuft.

Phasen und Aktivitäten während eines AR-Experiments mit GeoGebra am Beispiel zum Lichtweg durch einen Halbkreiskörper [1]

1. Arbeit mit dem Modell:

Hypothesen formulieren

Der virtuelle Lichtweg durch eine Halbkreisscheibe hängt von dem Einfallswinkel, der Eintrittsstelle und der Brechungsindizes der verwendeten optischen Medien ab.

2. Durchführung des Experiments:

Am Modell orientieren

Eine reale Halbkreisscheibe mit Brechungsindex größer 1 wird von einem Baulaser durchleuchtet. Eintrittsstelle und Eintrittswinkel werden systematisch variiert. 

3. Erweiterung des Experiments:

Modell einblenden

Die Oberfläche, auf der sich die Halbkreisscheibe und die Leuchtspur des Baulasers befinden, wird im AR Modus des GeoGebra 3D Grafikrechners erkannt.

4. Überlagerung des Experiments:

Modell ausrichten

Die virtuelle Halbkreisscheibe wird auf die reale geschoben und an ihr ausgerichtet. Mit Schiebereglern werden Einfallswinkel und Eintrittsstelle im Modell an die realen Gegebenheiten angepasst.

5. Vergleich der Ergebnisse:

Modell überprüfen

Der virtuelle Lichtweg stimmt für verschiedene Einfallswinkel und Eintrittsstellen mit dem realen überein, wenn ein Brechungsindex von 1,5 eingestellt wird. Das entspricht ungefähr dem Literaturwert des verwendeten optischen.

6. Reflexion des Modells:

Grenzen erkennen

Das Modell enthält nur den gebrochenen Lichtweg. Zu den in der Realität beobachtbaren Phänomenen Reflexion und Totalreflexion können keine Aussagen gemacht werden.

AR-Experimente zur Optik 

Entstehung des Spiegelbildes mit AR

Entstehung des Spiegelbildes

ID: ezqnuphq

Lage der Spiegelpunktes mit AR

Lage des Spiegelpunktes

ID: qgsxzak8

Lichtweg durch eine Halbkreisscheibe [1]

ID: mqtqjryk

Schattenbild eines Zylinders mit AR

Schattenfläche eines Zylinders

ID: k3xravgz

Schattenraum einer Kugel mit AR

Schattenraum einer Kugel

ID: scynztbx

Brechung an der Mittelebene mit AR

Brechung an der Mittelebene

ID: tadpp3aa

AR-Experimente zu Potentialen und Feldern

Elektrostatisches Potential zweier Ladungen mit AR

Elektrostatisches Potential zweier Ladungen [2]

ID: uty6brzn 

Vektorfeld der elektrischen Feldstärke zweier Ladungen mit AR

Vektorfeld der elektrischen Feldstärke zweier Ladungen [2]

ID: cux7kcqa

Spannungsabfall entlang eines stromdurchflossenen Leiters mit AR

Spannungsabfall entlang eines stromdurchflossenen Leiters

ID: byrjuc3s

Magnetfeld eines stromdurchflossenen Leiters mit AR

Magnetfeld eines stromdurchflossenen Leiters

ID: kuvsxurg

Literatur

  1. Teichrew, A., & Erb, R. (in Druck). Einsatz und Evaluation eines Augmented Reality-Experiments zur Optik. In S. Habig (Hrsg.), Naturwissenschaftliche Kompetenzen in der Gesellschaft von morgen. Universität Regensburg: Gesellschaft für Didaktik der Chemie und Physik, Jahrestagung in Wien 2019.
  2. Teichrew, A., Erb, R., Wilhelm, T., & Kuhn, J. (2019). Elektrostatische Potentiale und Felder im GeoGebra 3D Grafikrechner. Physik in unserer Zeit, 50(5), 254–255.